„Ich mag das iPhone und Apple nicht!“
Diese Überschrift fand ich auf Marc Ruefs Blog und mir wurde warm ums Herz. Seitdem das iPhone raus kam frage ich mich was die Leute daran finden. Das erste (1G?) iPhone war meiner Meinung absoluter Schrott.
Ich habe auf meinem 2ten Blog einige Male meinen Unmut über das iPhone ausgelassen. Am Anfang war es wirklich schlimm. Überbezahlte Techniker und Programmierer schafften nicht das was Geeks, Gizmodos, Engageders und Technikwahnsinnige in kürzester Zeit schafften. Ich beschuldigte Steve Jobs auch, dass er absichtlich ein unvollständiges Telefon am Markt schmiss und mit den fleißigen Bienchen im Netz liebäugelte. Dadurch erledigte die Underground Community die Arbeit, welche eigentlich Apple machen hätte sollen und man musste keine teuren Marktstudien durchführen lassen, weil die Community sowieso nur das Ergänzte was sie wollte und brauchte. Großzügigerweise schmiss Steve Jobs noch ein Entwickler Kit ins Netz, damit sich die Geeks leichter taten die Arbeit von Apple zu erledigen. Immerhin kostete das erste iPhone zwischen €300,- und €450,-. Und für den Preis musste man noch daran arbeiten, damit es das konnte was halb so teure Handys anderer Hersteller schon längst konnten. Das ist so, als wenn sie sich ein Auto kaufen das nur einen Gang hat und um schneller zu fahren müssen sie erst die Gangschaltung erfinden und selbst einbauen.
Ich habe dann nach einiger Zeit entschieden auf meinem Blog nicht mehr über das iPhone zu schreiben. Weil es meiner Meinung nach einfach überbewertet wird und eine Kundenverarschung.ist. Marketing ist gut, aber wenn ein Produkt zu 90% aus Marketing besteht ist es seinen Preis nicht wert. Wer sich Apple Produkte kauft muß halt oft in den sauren Apfel beissen. Eine gute Sache hatte das iphone natürlich schon. Die anderen Handyhersteller sind wieder aufgewacht und zeigte wieder etwas mehr Fantasie in der technischen Entwicklung und im Design.
Aber weil ich den netten Bericht auf der Site von Marc gesehen habe, konnte ich mich nicht zurückhalten.
Und warum die Applianer noch so vehement den Applerechner verteidigen, vor allem mit den gleichen Argumenten, die sie auch benutzten bevor Apple eine Intel CPU verwendete und auf vielen Applerechnern Windows lief. Es gibt nun genauso viele Fehler und Viren wie bei Ottonormalverbraucher- PCs. Vor der Intel CPU war Apple wirklich etwas besonderes das ist unbestritten. Aber heute ist es auch nur noch ein Stück PC. Alleine das Design ist noch immer sehr cool.
Hier ein kleiner Aussschnitt aus Marc Rueffs Eintrag.
Ja, ich mag das iPhone nicht. Wieso? Da gibt es viele Gründe. Der nüchternste ist, dass es nur ein Stück Elektronik ist, mit dem man eher unspektakuläre Dinge machen kann. Telefonieren zum Beispiel. Oh ja, man kann damit auch ins Internet. Aber das konnte ich auch schon mit meinem Nokia 9100, das ich vor über 10 Jahren gekauft hatte. Und auch mit dem 9110, das ich rund zwei Jahre spaeter gekauft hatte. Und mit dem 9210, das ich ebenfalls kaufte, aber nach zwei Monaten kaputt machte, weil es nonstop abstürzte. Ach ja, und mit all den anderen Highend-Gadgets, wie sie zum Beispiel sehr schön (ästhetisch und technologisch) durch HTC vorangetrieben wurden.
Ich habe es also schon „gesehen“, wie es ist, mit einem multifunktionalen Handy herumzulaufen. Überall Emails lesen, überall Surfen, überall Fotos anschauen, überall Musik hören. Sehr gut. Doch brauch ich das? Nein, eher weniger. Ich bin an einem Arbeitstag rund 10 Stunden im Büro und habe dort einen ADSL-Anschluss, den ich von meinen 3 Rechnern aus bedienen kann. Am Abend nach Hause brauche ich rund 45 Minuten und dann hab ich wieder Internet. Und zwar über eine 10 Mbit Leitung, an der ich 7 Rechner angeschlossen habe. Wieso sollte ich auch noch unterwegs Internet und einen „Rechner“ dabei haben? Sowas brauch ich nicht, wie viele andere auch nicht….unbedingt weiterlesen
