Archiv der Kategorie: Geschäft

Projektbörsen im Internet – für Freelancer mehr als nützlich

Projektbörsen im Internet – für Freelancer mehr als nützlich

Ich möchte heute über die tolle neue Möglichkeit für uns Freelancer sprechen. Schon oft hatte ich mit der Akquise von Aufträgen zu kämpfen, wofür ich wirklich alles getan habe. Neuerdings habe ich die Online Projektvermittlungsbörsen im Internet entdeckt und bin begeistert. Für uns Freelancer ist es vor allem eine tolle Möglichkeit bequem von zu Hause aus Projekte einzusehen und sich dafür „anzumelden“. Ich habe mich jetzt bei twago angemeldet. Dort habe ich mich registriert und konnte sofort die Projekte einsehen. Gerade für uns als Webdesigner haben wir den Online-Bonus. Unsere ganze Arbeit kann praktisch Online abgewickelt werden. Für die Projekte, für die ich mich beworben hatte, wurde ich auch eingesetzt. Ich musste weder auf die Bezahlung warten noch gab es irgendwelche Unstimmigkeiten. Mit den Projektausschreibern hatte ich regelmäßigen Kontakt, damit wir nicht unsere Vorstellungen nicht verfehlen. Zur Not kann man auch immer noch bei twago anrufen. Die Leute am Telefon sind immer sehr hilfsbereit und nett. Also, an alle Freelancer: probiert es aus.

http://www.twago.de oder auch

http://www.twago.com

 

Vielen Dank Betty für den Bericht, der für alle Freelancer sicher eine interessante Information erhält.

Ich freue mich besonders, weil das der erste Gastbericht ist. Vielleicht bekommen ja noch mehr Leute Lust mir ihre Erfahrungen zu schreiben, die ich dann hier einsetzen kann.

Wie ihr es macht steht hier

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The Merchant

themerchant

Heute war ich in einem Shop um mich ein wenig für Konzerte und Festivals auszurüsten.

Den Shop habe ich über das Internet gefunden, wo er auch gleich einmal aufscheint wenn man „Merchandise“ in die Suchmaschine (na gut, Google) eingibt.

Der Shop ist eine Mischung aus Merchandise- und Armyshop. Mann findet hier gute Qualität zu guten Preisen.

Was mich aber dazu bewegt den Shop hier reinzustellen ist, weil ich wieder einmal ein Geschäft gefunden habe wo einkaufen Spaß macht. Im Shop steht der Besitzer selber. Man wird gleich nett von ihm begrüßt und wird von ihm gefragt ob man Hilfe braucht oder einmal nur schauen möchte. Wenn man Fragen hat merkt man sofort, daß er sich mit seiner Ware auskennt. Ich persönlich komme beim shoppen gerne ins plaudern. Und so waren wir gleich in einem netten Gespräch über Musik verwickelt. Was ich auch noch mitbekommen habe ist, daß er absolut super mit Jugendlichen umgeht und diese sich gerne von ihm beraten lassen.

The Merchant ist ein lässiger Shop mit guter Auswahl und hohem Wohlfühlfaktor. Und wem das Geschäft zu weit ist, der kann sich die Ware ganz einfach über Mailorder  schicken lassen.

Ich bin jetzt auf jeden Fall gut ausgerüstet und wenn ich wieder was brauche weiß ich jetzt wo ich hingehen kann. 🙂

www.themerchant.at

AVIDES Media AG – Kein Geld zurück Garantie

Ich habe jetzt schon lange nicht mehr geschrieben. Aber nicht weil ich als Konsument so zufrieden bin, dass ich hier nix mehr reinschreiben kann. Sondern weil ich etwas faul geworden bin. .-)

Nun bin ich auf eine Firma so sauer, dass der Zorn sogar meine Schreibfaulheit beiseite schiebt.

Die Geschichte:

Meine Frau hat vor kurzem über Amazon einen Artikel der Firma Avides Media AG gekauft. Warum nicht? Wir kaufen seit Jahren bei Amazon und hatten nie Probleme, nicht einmal die Kleinsten. Gut meine Frau nimmt 2 von 3 Artikel und den dritten will sie an Avides Media AG zurück senden. Wir schauen auf die Amazon Site und wollen den normalen Weg der Rücksendung gehen. Aber da haben wir schon die erste Hürde. Wir gehen auf den Rücksendebutton und sehen nur Text. Ein Teil dieses Textes besagt, dass man sich mit der Firma über ein Formular in Kontakt treten soll. Darin sollte man beschreiben was man will und warum. Gut, so verlangt, so getan.

Es vergehehen 2 Wochen und ich denke mir, dass es schön langsam Zeit wäre eine Antwort zu bekommen. Ich setze mich zum Computer und suche eine E- Mail Adresse. Weil ich mir dachte, vieleicht hat das Formular von Amazon nicht funktioniert. Wir bekommen wieder keine Antwort. Mittlerweile sind wir in der dritten Woche und nach 4 Wochen endet die Rückgabefrist.

Ich rufe von Österreich die Hotline in Deutschland an, weil die österreichische Hotline für Amazon nicht funktioniert. Ich werde sehr nett beraten und es wird mir versprochen, dass sich Amazon darum kümmert. Siehe da ein paar Tage später kommt eine Mail mit einem Link um sich den Rückgabeschein auszudrucken. Keine Entschuldigung, oder eine andere Bemerkung zu diesem Fall.

Wir schicken den Artikel zurück. Amazon braucht eine Bestätigung der Rücksendung. Amazon braucht genaue Daten. Amazon braucht noch einmal Daten.

Mittlerweile habe ich dieser verbrecherisch agierenden Firma auf der Amazon Plattform auch eine schlechte Bewertung geschrieben. Und was macht die Avides daraufhin?  Sie schicken mir allen ernstes eine Mail mit der Aufforderung, daß ich mir die Bewertung noch einmal überlegen sollte. Sie verstehen es jetzt gar nicht warum sie schlecht bewertet werden. Nun frage ich mich, wie dumm oder oberflächlich muss man sein? Ich habe ihnen geantwortet, daß ich überhaupt nichts zurückziehe und Bewertungen genau dafür da sind um vor solchen Machenschaften zu warnen.

Der momentane Status ist, dass der Artikel wieder bei der AVIDES MEDIA AG ist und wir unser Geld nach fast 6 Wochen noch immer nicht zurückbekommen haben.Mittlerweile habe ich so an die 10 Mails verfasst und einen teuren Anruf nach Deutschland durchgeführt.

Ich rate jedem ab, bei der Firma AVIDES MEDIA AG zu kaufen. Diese Firma agiert wie die Internetfirmen in den 90er Jahren, als es gegen solche Machenschaften noch keine Gesetze gab. Aber heute ist es anders!

Als nächste werde ich die Firma beim Konsumentenschutz anzeigen.

ps: Rechtschreibfehler waren erwünscht

Qype

Die Plattform Qype dient der Beschreibung und Bewertung von Restaurants, Sehenswürdigkeiten, Parks, Biergärten, Sportstätten, Hotels, Kinos und so weiter in über 2000 Orten Deutschlands, tausenden Orten in Österreich und weiteren europäischen Städten. Diese Bewertungen und Rezensionen werden wie im Web 2.0 üblich von den Nutzern eingestellt.

Qype ist ein Portal, das am April 2006 seine Tore für Besucher geöffnet hat und als seine ersten Gäste die Mitglieder des althergebrachten Portals http://www.wer-weiss-was.de eingeladen hat. Wer sich dabei gleich registriert hat, ist so zu sagen, seit dem Anfang dabei.

Qype beschreibt sich selbst als „Empfehlungsportal im Internet“ und es ist auch eines. Und zwar eines, das jedem seiner Besucher zahlreiche Informationen präsentiert. Registrierte Benutzer können selbstverständlich mehr, als nur lesen, sie können aktiv an die Gestaltung der von Qype angebotenen Informationen mitwirken. Ein bei Qype angemeldetes Mitglied nennt sich Qyper. So haben es die Väter von Qype gewollt und es ist keine so schlechte Idee.

Was kann Qype?
Die Hauptfunktion der Plattform Qype ist die Beschreibung und Bewertung von den bei Qype erfassten Objekten in mehr als 2000 Orten, wie Restaurants, Sehenswürdigkeiten, Parks, Biergärten, Sportstätten, Hotels, Kinos, Ärzte und mehr. Es wäre nicht verkehrt, Qype als ein enorm abwechslungsreiches, vielschichtiges und flexibles Nachschlagewerk zu bezeichnen, das dazu von jedem, der es möchte, erweitert werden kann. Inwieweit man den eingestellten Texten und Bewertungen trauen und glauben darf, steht auf einem anderen Blatt.Qype wird auch zu einer Landkarte, die dem Suchenden jeden Ort, der gesucht wird, interaktiv zeigen und beschrieben kann. Durch die umfassenden Möglichkeiten der Suchfunktionen von Qype kann ein Ort, ein Hotel, ein Restaurant, ein Arzt gesucht und gefunden werden.

http://www.qype.com/

2 Rad Dorfinger

http://www.2rad-dorfinger.at/

Hallo Rollerfans!

Ich hatte letzte Woche einen Unfal und brauchte deshalb eine gute Werkstatt. Ich bekam zum Glück von einem Rollerkollegen einen Tipp. Da ich so schnell als möglich wieder fahren wollte, lies ich den Rest meines Rollers vom ÖAMTC zu 2 Rad Dorfinger bringen.

Der Kleinmotorrad Spezialist dort heisst Michi, arbeitet seit 16 Jahren bei dieser familiär geführten Traditionsfirma und ist ein absolut kompetender Ansprechpartner.

In meinem Fall wurde mir schnell und fachgerecht geholfen. Darüber hinaus hat sich der Michi bemüht, damit ich so schnell als möglich wieder 2 Räder unter dem Hintern hatte. Weiters bekam ich einen guten Tipp für eine günstigere Versicherung als ich bis jetzt hatte.

Nach den Gesprächen die ich von anderen Kunden mitbekam, ist dort jeder zufrieden und viele sind anscheinend schon Stammkunden. Was auch für diese Firma spricht.

Beim 2Rad Dorfinger bekommt man eine sehr gute persönliche, fachliche Beratung. Man nimmt sich Zeit für den Kunden und ich habe absolutes Vertrauen zu den angestellten Fachkräften.

Danke für das gute Service!!!

http://www.2rad-dorfinger.at/

Der Fahrradprofi.at

Ich hatte schon lange vor mir ein neues Mountainbike zu kaufen. Doch wusste ich bis jetzt nicht wo ich mir in Wien eines kaufen sollte. Es gibt eigentlich genug Geschäfte in Wien die Räder verkaufen, aber ich konnte mich für keines entscheiden.

Auf jeden Fall wollte ich mir kein Rad in einem der großen Sportgeschäfte mehr kaufen. Dafür hatte ich mit meinem Rad vom Sport Experts zu viele Probleme. Zueletzt musste ich das Rad von Februar bis in den Juni hinein zur Reperatur bringen, weil sie nicht fähig waren den Kranz und die Gangschaltung aufeinander abzustimmen. Im Profigeschäft wollten die Verkäufer mir als Radfahrer mit einer unterdurchschnittlichen Fahrfrequenz tolle Räder um € 2500,- – €4500,- verkaufen und da waren nicht einmal noch Pedale am Rad.

Durch Zufall entdeckte ich ein Radgeschäft am Weg zum Adidas Outlet Center in Viktring und dachte mir, warum nicht. Und schaute einmal unverbindlich rein.

Man kommt ins Geschäft und steht noch keine 2 Minuten bei den Rädern, da kommt schon einer der Besitzer und fragt unaufdringlich ob er uns helfen könnte. Natürlich konnte er das. Es ergab sich ein Verkaufsgespräch wie ich es gerne habe. Ich werde nach meinen sportlichen Ambitionen gefragt, ob ich im Wald oder hauptsächlich auf der Straße fahre. Körpergröse, Gewicht, Trittkraft wurden gemessen und wir haben die Anforderungen erarbeitet. Daraufhin schlug er mir ein paar Räder vor, wo er mir auch gleich die Vor- und Nachteile aufzeigte. Als ich mich für ein Mountainbike entschied gingen machte er mir noch ein paar Vorschläge um das Rad für mich zu optimieren.

Am Schluß hatte ich ein geiles Mountainbike zu einem guten Preis, daß lässig aussah. Was mir auch sehr gut gefiel war, daß er nicht für jede kleine Änderung Geld verlangte. Im Endeffekt bekam ich alle Änderungen kostenlos gemacht und bei ein paar Teilen, die ich mir noch bestellte ca 10% – 12%.

Die Betreiber sind selbst Radfahrer, soweit ich an den Rädern sehen konnte sind sie eher beim Downhillfahren angesiedelt, aber der Verkäufer sagte auch etwas von Wänden springen. Also ein Freestyler oder so,…keine Ahnung 🙂

Ich kann jedem dieses Radgeschäft empfehlen. Man wird Spitzenklasse beraten, bekommt einige Tipps nebenher und geht nicht mit einem, für einen überdimensionierten Rad nach Hause das so viel kostet wie ein Gebrauchtwagen.

Also solltet ihr in der Nähe von Viktring oder St. Veit sein und ein Rad brauchen schaut rein.

http://www.fahrradprofi.at/index.htm

Libro – Bitte warten

 libro.jpg

Bei einer Feier letztes Jahr bekam ich Gutscheine von ÖT (Österreich Ticket). Ich habe mich irrsinnig gefreut obwohl ÖT eine der Firmen ist die ich nicht so gern habe.
Warum?
Weil sie auf Karten sehr hohe Aufschläge haben.
Zum Beispiel ging ich letzten Monat auf ein Konzert, wo die Karte € 15,- gekostet hätte. Ich schaute natürlich auch bei ÖT, aber da hätte mich die Karte € 18,- gekostet und fürs schicken der Karten verlangen ÖT so viel, dass ich um dasselbe Geld schon ein 1kg Paket in die Schweiz schicken könnte.
Also meiner Meinung nach läuft hier die volle Abzocke.

Aber ich will ja mein Erlebnis von heute erzählen.

Also um besagte Gutscheine mit einem Konzert auszulösen ging ich in eine Libro Filiale, da der Libro auch ÖT Konzertkarten verkauft.

Also ging ich in die Libro Filiale und sprach gleich eine Verkäuferin an, dass ich mir Konzertkarten kaufen will. Diese teilte mir bereitwillig mit, dass ich mich an der Kassa anstellen muss. Gut ich stellte mich zu der Kasse drehte mich um, weil ich die Verkäuferin noch etwas fragen wollte, aber sie war verschwunden. Ich drehte mich nach allen Seiten um, aber sie war weg. Ich dachte mir, vielleicht habe ich mit einer Weltmeisterin in 100m Sprint gesprochen.
Oder es war eine Ninja Verkäuferin,……………………aber da keine Rauchbombe geworfen wurde, verwarf ich den Gedanken gleich wieder.
Gott sei dank waren nur 5 Kunden vor mir. Nur ist „Nur2″ halt auch nur ein Wort.

Denn eine Kundin musste ihre Ware 2x umtauschen bis sie eine Verpackung fand, wo die Ware nicht irgendwie lädiert war. Madame Zwei ein kleines Fräulein die eine Homer Simpson Maske kaufte fand ganze 5 Minuten ihre Geldbörse nicht mehr. Auch die Zeitspanne von 5 Minuten klingt nicht lange, aber wenn man mit allen Raffinessen winterlich angezogen ist und das Geschäft auf zarte 25 Grad Celsius aufgeheizt ist, werden die 5 Minuten ziemlich unruhig abgestanden.
(Da fällt mir ein, zu dem Thema:Winter und überheizte öffentliche Verkehrsmittel, muss ich auch einmal was schreiben.)
Gut dann kam noch ein kleiner Umtausch wo die Dame an der Kassa die Filialleiter-stellvertreterin aus dem Büro klingeln musste, weil die Kassiererin nicht das Recht hatte einen Storno oder Minuseintrag oder was auch immer durchzuführen. So etwas passiert übrigens auch in anderen Geschäften.
Gut, aber ich kam dann durchgeschwitzt und etwas zappelig doch an die Reihe.
Ich sagte voller Datendrang, dass ich 2 Karten für das nächste Fanta 4 Konzert haben will. Wobei die Kassiererin einen Blick aufsetzte wie „….aber ich will doch nur Kassieren, alle wollen etwas nur nicht einfach zahlen!“ Während sie mich mit dem Blick ansah, ahnte ich böses und wirklich, die Hand ging unter die Kassa und sie klingelte in den Aufenthaltsraum oder ins Lager, oder ins Trainingslager für 100m Sprinterinnen den die Ninja Verkäuferin schlurfte nach vorne. Wie das kleine schwache, „in 10 Jahren bin ich eine Frau, aber jetzt stinkt mir alles“, sich Richtung Kassa quälte, fragte ich mich wie sie zuerst so schnell verschwinden konnte. Außerdem wunderte ich mich, dass diese Verkäuferin nach vorne

Kommt, welche mir vor 10 Minuten sagte, dass ich die Karten an der Kassa kaufen sollte, wo die Kassiererin es jetzt doch nicht konnte.
Also fragte ich sie ungläubig und verschwitzt ob sie sich noch daran erinnern konnte dass ich sie zuerst fragte, wie ich mir Konzertkarten kaufen könnte. Woraufhin sie zu Boden starrte und während des Weglaufens meinte, dass sie nicht weiß wie das geht. Und diesmal war sie wieder schnell. Ich glaube man braucht dem Mädchen bei einem Sprintwettbewerb nur nachschreien das es Arbeit gibt und wir haben ein Lauftalent in unserem Jugend Leichathletikteam.

Ich gebe den Verkäuferinnen jetzt Namen, die auch ihr Wesen beschreiben sollen und damit man sie besser unterscheiden kann. Jeder hat ein Gesicht vor Augen wenn er einen Namen hört und ich werde meine Erinnerungen jetzt freien Lauf lassen.
Also nenne ich die Kassiererin die fröhliche Susi, weil sie so unbeschwert alles über die Kassa zieht. Die Sprinterin nenne ich Kim den Manga Grufti, weil sie Fähigkeiten wie ein Pokemon aufweist und ziemlich Gruftimässig aussieht.

Auf jeden Fall kommt 2 Minuten später Herta die verzweifelte Hausfrau. Anscheinend war sie in der Mittagspause schnell beim Friseur, weil man sich im Gemeindebau schließlich keine Blösse geben will. Also erzählte ich der Herta mein Leid, worauf sie hochprofessionell auf den Boden blickend „hmjo“ ausseufzte und mich dann fragte was ich will. Ich dachte mir, daß sich mein Kaufwunsch mittlerweile herumgesprochen haben musste, aber anscheinend nicht. Ich sagte Herta der Hausfrau also, dass ich noch immer 2 Karten für Fanta 4 haben möchte und ich dafür Ö Ticket Gutscheine im Wert von € 50 und € 100 habe.
Diesmal las ich in Ihren Augen ihre Gedanken, „Was soll ich heute Kochen, hoffentlich sauft sich mein Mann heute nicht wieder so an, während ich arbeite, Wäschewaschen, Putzen.“
Aber sie sagte nur:“ Mit Gutscheinen kenne ich mich nicht aus“, drehte sich ohne ein weiteres Wort um und watschelte mit einem Kuchenrezept im Kopf davon.

Wen haben wir jetzt schon kennen gelernt, Kim den Manga Grufti, die fröhliche Susi die übrigens noch immer wie am Laufband Ware über den Scanner zog und Herta die Hausfrau.
Jetzt kam die Anni, Anni die Blume aus dem Gemeindebau. Eine Frau mit spitzem Gesicht trotz ihrer geschätzten 90 kg, schwarz gefärbten dünnen Haaren die glatt herabhingen und einer gedrungenen aller Welt Mac Donalds Figur.
Die Anni kam schon mit dem Vorwissen was der dicke mit der Brille da draußen will. Sie nahm selbstbewusst die Gutscheine in die Hand, ging zu einem Computer der in dem 1 Quadratmeter großen Kassa Cocon stand, quetschte sich zu der auch nicht schlanken Susi, die übrigens noch immer ununterbrochen Ware scannte und kassierte. Doch dann stellte sich heraus dass man beim Libro keinen Gutschein über den Restbetrag bekommt sondern einen Libro Gutschein, den ich aber nicht wollte. Ich wollte den Betrag als Ö Ticket Gutschein, damit ich ihn wieder für ein Konzert verwenden konnte.

Das war wieder eine mittelprächtige Katastrophe, denn jetzt hatten wir in Teamwork geschafft dass die Anni bis zum Computer kommt, obwohl es ein bisschen eng aussah und sie schon das Konzert der Fanta 4 gefunden hatte. Ich hatte inzwischen so viel Flüssigkeit verloren, dass ich leichte Wadenkrämpfe bekam und ich plötzlich nachfühlen konnte wie sich eine Wasserrutsche in einem Freibad fühlte, nass. Nass wie mein Rücken. Ich fragte mich ob man mein Leid schon durch die Jacke sehen konnte.

Während die fröhliche Susi den dreitausendsten Artikel, seit ich im Geschäft bin, über den Scanner zog, rief die Anni den Regionsleiter an und bat ihn um Hilfe. Doch der Regionsleiter hatte kein Mitleid mit der Blume aus dem Gemeindebau und schon gar nicht mit dem gestressten Kunden neben der Anni, wie sie es dem Regionsleiter so schön schilderte. Sie solle doch ins Handbuch schauen, da steht alles drin.

Aaaahh, jetzt war mir plötzlich klar wie der Libro seine Mitarbeiter einschulte. Wahrscheinlich ungefähr so.

„Ich begrüße sie in unsrem Team Frau Huber, räumen sie einmal das Lager zusammen und lesen sie das Handbuch.“ „Wenn sie es gelesen haben, dürfen sie in den Verkaufsbereich.“

Also bekommt man beim Libro nicht nur ein schlechtes Gehalt, nein, man bekommt auch keine Ausbildung. Irgendwie verstehe ich den Manga Grufti jetzt doch.

Wieder mit den Gedanken abgeschweift.

Die Anni war auf den Weg ins Büro und lies mich zum dritten mal stehen, ohne dass ich wusste worauf ich jetzt warten sollte.

Tick Tack Tick Tack Tick Tack. Die fröhliche Susi konnte mittlerweile die Barcodes auswendig, die Herta wusste jetzt wie sie den Kuchen am besten hinbekam und ich glaube Kim schlief irgendwo im Lager und träumte von einer Filmkarriere als Pokemonstar.

Nach 10 Minuten Wartezeit fragte ich die Herta was die Anni jetzt macht, weil ich nicht den ganzen Tag hier verbringen will. Worauf sie mir mitteilte, dass die Anni, die auch Filialleiterstellvertreterin war, mit Ö Ticket telefonierte um herauszufinden wie sie mir doch noch einen Gutschein mit dem Restbetrag besorgen könnte. Ich sagte Kuchen Herta,dass ich mittlerweile in dieser Filiale 6 Stationen durchlaufen hatte und ich nicht verstehe, was an der Aktion so schwer ist. Sie schaute mich an, als hätte ich gefragt wie man einen Basiskuchenteig herstellt und wollte wissen in welchen Geschäften ich schon war. Ich hätte fasst zu weinen angefangen, hatte aber nicht mehr genug Flüssigkeit für Tränen in mir. Trotz dem ich kurz vor der Dehydration stand schilderte ich ihr den Ablauf in der Filiale in der sie arbeitete und fragte mich gleichzeitig ob sie überhaupt wusste wo sie war. Es war zwar nicht so gewollt aber meine Erzählung bekam die ganze Schlange an der Kassa mit und sie mussten lachen ob der komplizierten Vorganges eines einfachen Wunsches nach 2 Konzertkarten. Plötzlich hatte ich den Einfall des Tages. Ich gebe nur den € 50,- Gutschein ab und lege den Restbetrag bar drauf. Wahnsinn, früher hat man mit solchen Ideen Welten erobert. Mit dieser Wahnsinnsidee ging ich zu Herta und schickte sie auf die Wiese (Erinnerung: „Blume aus dem Gemeindebau“) zur Anni um sie zu holen. Plötzlich funktionierte die Ticketbestellung. Es waren fasst 30 Minuten vergangen, ich kaufte noch eine Flasche Mineral die ich in einem Zug austrank und ging glücklich und mit einer Erfahrung mehr in meinem Leben aus der Libro Filiale. Ich habe heute erfahren, dass ich nicht mehr unvorbereitet in eine Libro Filiale gehe, ohne den internen Ablauf zu kennen, damit ich den überforderten Damen erklären kann was zu tun ist und sie nicht einen gelangweilten Regionsleiter anrufen müssen, der sein Allgemeinwissen gerade mit der Ganzen Woche auffrischt.

Wie sagte der Wlaschek auf die Frage, ob sein Sohn das Imperium übernimmt? „Mein Buam gib i des Gschäft sicher net in die Han, dafür is er zu deppert!“

Den Libro hat er übernommen und das merkt man. Denn die alte Börsenweisheit, „Der Fisch fängt immer beim Kopf zu stinken an, stimmt.